


Es gibt Regionen, die einen schon nach den ersten Kilometern nicht mehr loslassen
- den Neuer-Burg-Weg mit Klettersteig-Option
- den Felsenweg 6 durch die Teufelsschlucht
- die Naturroute 2 im mittleren Ourtal

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Was ist eigentlich dieser NaturWanderPark delux?
Gleich 24 Premium-Rundwanderwege warten im NaturWanderPark delux
Wie soll man sich da eigentlich entscheiden?
Gleich 24 Premium-Rundwanderwege führen dich durch vier einzigartige Naturparke:
- Naturpark Südeifel (Deutschland)
- Naturpark Nordeifel (Deutschland)
- Naturpark Our (Luxemburg)
- Natur- & Geopark Mëllerdall (Luxemburg)
Neun der Wanderungen im NaturWanderPark delux verbinden die eindrucksvollsten Landschaften auf Deutscher, wie auch auf Luxemburgischer Seite. Alle anderen Wege führen dich durch die wunderschöne Südeifel. Und während im Mullerthal geheimnisvolle Felsformationen auf dich warten, bietet der Naturpark Our den Kontrast mit stillen Wäldern. In der Südeifel warten weite Wiesen und tiefe Täler. Aber egal in welchem Naturpark du unterwegs bist: Du wanderst durch Regionen, die landschaftlich und kulturell viel zu erzählen haben. Mit Burgen, Kapellen und alten Städten wie zum Beispiel Echternach.
Darüber hinaus sind nahezu alle Touren im NaturWanderPark delux als Premiumwanderwege vom Deutschen Wanderinstitut zertifiziert und versprechen so ein ganz besonderes Wandererlebnis.
Gerade die grenzüberschreitende Kulisse macht jede Tour besonders: Mal blickst du über das Ourtal, mal hinab auf die Stadt Echternach, mal findest du dich plötzlich mitten in der „Kleinen Luxemburger Schweiz“ wieder.
Abwechslung pur
Ich habe schnell gemerkt, dass hier nicht einfach nur „Wandern angeboten“ wird, sondern echte Naturerlebnisse inszeniert werden.
Wann ist die beste Reisezeit für den NaturWanderPark delux?
- Im Frühling erwacht die Region langsam zum Leben. Die Wälder werden frisch grün, und die Bäche führen oft besonders viel Wasser. Ideal für erste längere Touren ohne große Hitze.
- Im Sommer sind die schattigen Waldwege im Ourtal oder rund um die Teufelsschlucht perfekt. Gerade die felsigen Schluchten bleiben angenehm kühl.
- Für mich ist die schönste Zeit im Herbst: Wenn sich die Laubwälder in Gold- und Rottöne verwandeln, wirkt die gesamte Region fast märchenhaft. Besonders die Felsenwege sind dann extrem fotogen.
- Im Winter wird es ruhig. Viele Wege sind fast menschenleer. Perfekt, wenn du Natur gerne für dich alleine hast. Bei Frost oder Schnee wirken die Sandsteinfelsen noch dramatischer. Beachte jedoch unbedingt das zur Verfügung stehende Tageslicht und wähle lieber eine der kürzeren Touren.
#1 Neuer Burg-Weg: Burgen, Felsen und ein Hauch Abenteuer
Wenn ich nur eine Wanderung im NaturWanderPark delux empfehlen dürfte, wäre der Neuer-Burg-Weg ganz weit vorne. Er verbindet auf vergleichsweise kurzer Strecke alles, was die Region so besonders macht: historische Bauwerke, schmale Waldpfade, beeindruckende Felsen, tolle Aussichtspunkte und mit der neuen Klettersteig-Variante sogar eine kleine Portion Abenteuer.
Schon der Start in Neuerburg macht Lust auf die Tour. Das charmante Eifelstädtchen mit seinen verwinkelten Gassen und Fachwerkhäusern versprüht eine besondere Atmosphäre. Bevor ich überhaupt den ersten Wanderweg betreten habe, musste ich erst einmal durch die Altstadt schlendern und einen Blick hinauf zur Burg werfen.
Mein Tipp: Plane dir dafür ruhig etwas Zeit ein. Es lohnt sich.
Auf schmalen Pfaden durch die Südeifel
Schon nach dem Bummel durch Neuerburg wird klar, dass diese Wanderung keine gewöhnliche Waldtour ist. Der Weg steigt zunächst an und führt zum Beilsturm, einem ehemaligen Wehrturm der Stadtbefestigung. Von der modernen Aussichtsplattform bietet sich ein fantastischer Blick auf Neuerburg, die Burg und das Enztal.
Nach dem Beilsturm wird der Weg immer abwechslungsreicher. Statt breiter Forstwege wanderst du überwiegend auf naturbelassenen Pfaden durch Buchen- und Mischwälder. Immer wieder öffnen sich kleine Lichtungen oder Felsvorsprünge, von denen du weit über die Landschaft der Südeifel blicken kannst. Besonders schön sind die Aussichtspunkte Kleine Kanzel und Große Kanzel. Hier lohnt sich eine kleine Pause, denn der Blick über die bewaldeten Höhenzüge der Eifel ist einfach beeindruckend.
Genau das gefällt mir am NaturWanderPark delux generell so gut: Die Wege wirken ursprünglich und naturnah. Man hat nie das Gefühl, einfach nur Kilometer zu sammeln.
Wandern mit Geschichte
Der Neuer-Burg-Weg verbindet Natur und Kultur auf eine sehr angenehme Weise. Entlang der Strecke erzählen sogenannte Muße-Plätze die mittelalterliche Geschichte von Ritter Kuno und Burgfräulein Ida. Normalerweise bin ich bei solchen Stationen eher skeptisch. Hier fand ich die Idee aber wirklich gelungen, weil sie sich dezent in die Landschaft einfügt und der Wanderung einen zusätzlichen roten Faden gibt.
Die Burg Neuerburg
Natürlich gehört auch die Burg Neuerburg zu den Highlights der Tour. Sie zählt zu den bedeutendsten Burganlagen der Eifel und prägt das Stadtbild schon von Weitem. Auch wenn die Burg heute teilweise anders genutzt wird als früher, vermittelt sie noch immer einen guten Eindruck davon, welche Bedeutung Neuerburg im Mittelalter hatte. Von den umliegenden Aussichtspunkten ergeben sich außerdem immer wieder schöne Perspektiven auf die Anlage.
Die neue Klettersteig: das besonderes Extra
Seit Kurzem bietet der Neuer-Burg-Weg ein weiteres Highlight: einen Klettersteig, der den Wanderweg um mehrere kurze, aber sportliche Abschnitt ergänzt. Ich finde, dieser zusätzliche Teil passt hervorragend zur Landschaft. Über Felsen, Trittstufen und Drahtseilsicherungen geht es direkt an den Sandsteinformationen entlang. Dadurch erlebst du die Felsen noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive. Falls dir der Klettersteig doch zu anspruchsvoll erscheint oder du mit Kindern unterwegs bist, kannst du ihn problemlos umgehen und auf dem regulären Wanderweg bleiben. Das finde ich eine gelungene Lösung, denn so kann jeder selbst entscheiden, wie viel Abenteuer er erleben möchte.
Es handelt sich hier tatsächlich um einen anspruchsvollen alpinen Klettersteig. Deshalb solltest du trittsicher sein, keine Probleme mit der Höhe haben und etwas Kondition mitbringen. Der Schwierigkeitsgrad liegt bei B bis Variante D/E
Mein persönliches Highlight auf dem Neuer-Burg-Weg
Was mir auf dieser Tour am besten gefallen hat? Ganz klar die Mischung. Kaum bist du durch den historischen Stadtkern gelaufen, befindest du dich mitten im Wald. Wenig später stehst du auf einer Felskanzel mit weitem Blick über das Enztal. Danach führt dich der Weg wieder durch ruhige Waldpassagen, vorbei an kleinen historischen Besonderheiten und schließlich zurück nach Neuerburg.
Tipps für deine Wanderung
Damit du den Neuer-Burg-Weg entspannt genießen kannst, haben sich aus meiner Sicht ein paar Dinge bewährt:
- Trage feste Wanderschuhe mit gutem Profil. Gerade auf den felsigen Passagen kann es rutschig werden.
- Nimm ausreichend Wasser und Proviant mit. Unterwegs gibt es keine regelmäßigen Einkehrmöglichkeiten.
- Starte möglichst am Vormittag. Dann hast du genügend Zeit für Fotostopps und kleine Pausen.
- Wenn du die Klettersteig-Variante gehen möchtest, solltest du trockenes Wetter bevorzugen.
- Plane nach der Wanderung noch etwas Zeit für einen Bummel durch Neuerburg ein. Die kleine Altstadt ist der perfekte Abschluss der Tour.
- Ein Klettersteig-Set kannst du dir direkt vor Ort ausleihen
Mein Fazit zum Neuer-Burg-Weg
Der Neuer-Burg-Weg zeigt eindrucksvoll, warum der NaturWanderPark delux zu den schönsten Wanderregionen zwischen Deutschland und Luxemburg zählt. Die Kombination aus Natur, Geschichte und abwechslungsreichen Wegen macht diese Tour zu einem echten Erlebnis.
Ob du gemütlich über die Aussichtspunkte wanderst, die Geschichte der Burg entdeckst oder dich an die Klettersteig-Variante wagst, langweilig wird es hier garantiert nicht. Für mich ist der Neuer-Burg-Weg deshalb eine der Wanderungen, die man bei einem Besuch der Südeifel unbedingt auf seine Liste setzen sollte.
#2 Felsenweg 6: Durch die Teufelsschlucht in eine andere Welt
Es gibt Wanderungen, auf die man sich schon lange freut. Und dann gibt es Wanderungen, die die eigenen Erwartungen sogar noch übertreffen. So ging es mir auf dem Felsenweg 6 rund um die berühmte Teufelsschlucht bei Ernzen.
Natürlich hatte ich vorher schon viele Fotos gesehen. Aber ganz ehrlich: Bilder können kaum vermitteln, wie beeindruckend diese Felslandschaft in Wirklichkeit ist. Erst wenn du zwischen den meterhohen Felswänden aus Luxemburger Sandstein stehst und das Sonnenlicht nur noch in schmalen Streifen bis zum Boden fällt, wird klar, warum die Teufelsschlucht zu den bekanntesten Naturwundern der Eifel gehört.
Schon zu Beginn dieser Wandertour tauchst du in eine Landschaft, die fast ein wenig märchenhaft wirkt. Die Wege führen zwischen riesigen Sandsteinblöcken hindurch, über schmale Stege und kleine Treppen. An manchen Stellen ist die Schlucht so eng, dass dein Rucksack nicht allzu groß sein sollte.
Wie entstand die Teufelsschlucht eigentlich?
Auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt: Mit dem Teufel hat die Schlucht natürlich nichts zu tun.
Die markanten Steinformationen entstanden vor Millionen von Jahren. Wind, Wasser und Frost formten die Felsen über einen langen Zeitraum zu den bizarren Gebilden, die heute das Landschaftsbild prägen. Nach einem gewaltigen Felssturz bildeten sich schließlich die schmalen Durchgänge und Felsspalten, durch die der Wanderweg heute führt. Wenn du durch die Schlucht wanderst, kannst du dir gut vorstellen, welche Kräfte der Natur hier am Werk waren.
Startpunkt: Wanderparkplatz Felsenweiher bei Ernzen
Gestartet habe ich die Tour am Wanderparkplatz Felsenweiher in Ernzen. Schon hier bekommst du einen ersten Eindruck davon, was dich erwartet: eine Mischung aus Wasser, Fels und Wald. Der kleine Felsenweiher selbst ist dabei mehr als nur ein Startpunkt. Die Anlage stammt ursprünglich aus dem 19. Jahrhundert und wirkt mit ihren Steinmauern, Wasserflächen und umliegenden Felsen fast wie eine Kulisse. Ich habe hier bewusst ein paar Minuten Pause gemacht, obwohl ich ja eigentlich noch gar nicht losgelaufen war.
Verlauf des Felsenweg 6: so führt dich die Tour
Der Felsenweg 6 im NaturWanderPark delux ist eine rund 17 Kilometer lange Rundwanderung mit etwa 440 Höhenmetern. Der Weg führt dich einmal um das Ferschweiler Plateau herum und verbindet dabei verschiedene Landschaftsformen der Südeifel.
Typisch für die Tour ist der ständige Wechsel zwischen:
- dichten Wäldern
- offenen Hochflächen
- markanten Sandsteinformationen
- und tief eingeschnittenen Felspassagen
Was ich am Felsenweg 6 besonders mag: Die Wanderung lebt von ihren Kontrasten.
Nach den engen Felsgassen öffnet sich plötzlich der Wald. Wenig später stehst du an einer Aussichtskante und blickst weit über die Landschaft bis nach Luxemburg. Kurz darauf führt dich der Weg wieder hinunter zwischen moosbewachsene Felsen. Es wird eigentlich nie eintönig.
Die Highlights unterwegs
- die spektakuläre Teufelsschlucht
- die historische Liboriuskapelle
- fantastische Ausblicke auf Echternach
- die Aussichtsfelsen Kuckuckslay und Stubenlay
- der idyllische Felsenweiher Ernzen
- urige Waldpfade und beeindruckende Sandsteinformationen
Gerade die Aussicht an der Liboriuskapelle hat mich begeistert. Von hier reicht der Blick weit über Echternach hinaus ins Sauertal.
Der Felsenweg 6 hat übrigens 2021 bei der Wahl zu Deutschlands schönstem Wanderweg den 2. Platz in der Kategorie Tagestouren belegt!
Die Teufelsschlucht: das Highlight der Tour
Auch wenn der gesamte Felsenweg 6 eine wundervolle Tour ist, die Teufelsschlucht ist natürlich DAS Highlight des Tages. Zwischen meterhohen Buntsandsteinfelsen schlängelt sich der Wanderweg durch enge Felsspalten, über kleine Brücken und zahlreiche Treppen. An manchen Stellen ist die Schlucht so schmal, dass nur wenige Menschen nebeneinander hindurchpassen. Das Zusammenspiel aus den mächtigen Felswänden, den moosbewachsenen Steinen und dem Licht, das nur vereinzelt durch die Baumkronen fällt, sorgt für eine fast mystische Atmosphäre.
Die Teufelsschlucht ist dabei nicht nur ein beliebtes Wanderziel, sondern auch ein wertvoller Lebensraum. Das feucht-kühle Mikroklima zwischen den Felsen bietet seltenen Moosen, Farnen und Flechten ideale Bedingungen. Mit etwas Glück kannst du hier auch Eidechsen oder verschiedene Vogelarten beobachten. Für mich ist die Teufelsschlucht einer dieser Orte, an denen man unweigerlich langsamer wird. Einfach, weil es an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken gibt.
EXTRATIPP: Dinosaurierpark Teufelsschlucht
Wenn du im NaturWanderPark delux rund um die Teufelsschlucht unterwegs bist, lohnt sich ein Abstecher ganz besonders in den Dinosaurierpark Teufelsschlucht in Ernzen. Nur wenige Minuten vom Felsenweg 6 entfernt tauchst du hier eine völlig andere Welt: eine Reise durch über 600 Millionen Jahre Erdgeschichte.
Das erwartet dich im Dinosaurierpark
Ein Rundweg führt dich auf ca. 2 Kilometern durch die verschiedenen Erdzeitalter. Unterwegs triffst du auf über 170 Rekonstruktionen ausgestorbener Tiere wie dem T-Rex, Triceratops oder Stegosaurus. Besonders cool finde ich das Forschercamp: hier kannst du selbst aktiv werden, Fossilien freilegen und echte wissenschaftliche Arbeit kennenlernen.
Der Park ist nicht nur für Kinder. Auch Erwachsene Dinofans kommen hier auf ihre Kosten
#3 Nat’Our Route 2: Unterwegs im wildromantischen mittleren Ourtal
Nach den spektakulären Felsen der Teufelsschlucht könnte der Kontrast kaum größer sein. Die Nat’Our Route 2 führt dich durch das mittlere Ourtal und zeigt den NaturWanderPark delux von seiner ruhigen und ursprünglichen Seite. Hier geht es nicht um enge Felsschluchten oder spektakuläre Kletterpassagen, sondern um das Zusammenspiel aus Wasser, Wäldern und einer Landschaft, die seit Jahrhunderten von der Our geprägt wird.
Schon nach den ersten Schritten hatte ich das Gefühl, in eine andere Zeit einzutauchen. Die Our begleitet dich auf weiten Teilen der Wanderung. Mal plätschert sie ruhig neben dem Weg, mal schlängelt sie sich durch Flussschleifen, während du auf schmalen Pfaden oberhalb des Tales wanderst.
Eine Wanderung entlang der deutsch-luxemburgischen Grenze
Das Besondere an der Nat’Our Route 2 ist die Our selbst. Sie bildet auf langen Abschnitten die natürliche Grenze zwischen Deutschland und Luxemburg und verleiht der Tour ihren ganz eigenen Charakter.
Der Weg führt dich über schmale Uferpfade, naturnahe Waldwege und durch alte Eichenwälder. Immer wieder öffnen sich Blicke auf die Flussschleifen und die grünen Talauen. Ich fand es faszinierend, wie still es hier ist. Statt Straßenlärm hörst du fast nur das Rauschen des Wassers und das Zwitschern der Vögel. Statt Menschen, habe ich lediglich zwei Rehe, einen Marder und zwei Eisvögel entdeckt. Leider wollten allesamt nicht auf’s Foto.
Das erwartet dich unterwegs
- das wildromantische Ourtal
- schmale Uferpfade
- alte Eichen- und Mischwälder
- Aussichtspunkt Kasselslay
- historische Mühlenstandorte
- Spuren der Lohmühlen und Gerbereien
- Überreste des Westwalls
- die Burgruine Dasburg
- naturbelassene Flusslandschaften mit etwas Glück sogar Bachforellen, Graureihern oder Eisvögeln
Natur und Geschichte gehen Hand in Hand
Was mir an dieser Wanderung besonders gefallen hat, ist die Verbindung von Natur und Regionalgeschichte. Entlang der Strecke erfährst du viel über die ehemaligen Mühlen im Ourtal, die Lohwälder und die Gerbereien, die das Leben der Menschen hier über Jahrhunderte geprägt haben.
Auch die Geschichte des Westwalls begegnet dir unterwegs. Alte Bunkeranlagen sind heute von Moosen und Bäumen überwachsen und bieten mittlerweile seltenen Tierarten wie Wildkatzen oder Fledermäusen einen geschützten Lebensraum. So wird Geschichte ganz selbstverständlich Teil der Landschaft.
Die Nat’Our Route 2 ist vielleicht nicht die spektakulärste Tour im NaturWanderPark delux , aber sie ist eine der ursprünglichsten.
Während auf bekannten Wegen wie der Teufelsschlucht oft viele Wanderer unterwegs sind, genießt du im Ourtal häufig eine wohltuende Ruhe. Genau das hat mir besonders gefallen. Die Landschaft wirkt entschleunigend und zeigt die Südeifel von ihrer stillen, naturverbundenen Seite.
Mein Fazit zur Nat’Our Route 2
Wenn du gerne an Flüssen wanderst, ursprüngliche Natur schätzt und die ruhigeren Ecken des NaturWanderParks delux entdecken möchtest, ist die Nat’Our Route 2 genau die richtige Wahl. Die abwechslungsreiche Runde entlang der Our verbindet beeindruckende Flusslandschaften, geschichtsträchtige Orte und naturnahe Waldwege zu einer Wanderung, die lange in Erinnerung bleibt.

Lesetipp – Gleich nebenan: das Mullerthal
Du willst noch mehr Höhlen und bizarre Felsformationen? Dann schau dir unbedingt noch das Mullerthal in Luxemburg an. Neben dem bekannten Fernwanderweg MullerthalTrail gibt es hier unzählige Rundwanderwege zu entdecken. Und hinter jeder Kurve wartet eine neue Überraschung.
Übernachtungstipp: Destinature Dorf Ernzen – perfekte Basis für deine Wanderungen
Wenn du mehrere Wanderungen im NaturWanderPark delux unternehmen möchtest, kann ich dir das Destinature Dorf in Ernzen als Ausgangspunkt empfehlen. Von hier aus erreichst du die vorgestellten Touren und viele weitere Touren in kurzer Zeit. Teilweise sogar direkt zu Fuß, wie zum Beispiel die Teufelsschlucht und den Dinosaurierpark Ernzen.
Ich habe während meines Aufenthalts in einer der gemütlichen Holzhütten mit eigenem Bad, Dusche und WC übernachtet. Die Hütten sind modern, schlicht eingerichtet und bieten nach einer langen Wanderung genau den Komfort, den man sich wünscht. Wer lieber mit dem eigenen Fahrzeug reist, findet auf dem Gelände außerdem Stellplätze für Wohnmobile.
Im Destinature Dorf setzt man auf Nachhaltigkeit und so ist die komplette Anlage sehr naturnah gehalten. Hier darf auch mal etwas wachsen, was nicht gepflanzt wurde, damit sich auch Bienen und Schmetterlinge wohlfühlen. Gefällt mir!
Auch kulinarisch ist für das Nötigste gesorgt. Im kleinen Bistro gibt es eine vegetarische Speisekarte mit warmen Gerichten sowie Getränken. Ideal, wenn man nach der Wanderung nicht noch einmal ins Auto steigen möchte. Ich habe mir hier übrigens den Flammkuchen gegönnt.
Außerdem kannst du ein Frühstück dazubuchen. Mein persönlicher Eindruck vom Frühstück fällt jedoch gemischt aus. Positiv fand ich, dass auf Bio-Produkte gesetzt wird und das Angebot konsequent vegetarisch beziehungsweise vegan ausgerichtet ist. Das passt gut zum nachhaltigen Konzept des Destinature Dorfs. Etwas enttäuscht war ich dagegen von den Aufbackbrötchen. Hier hätte ich mir frische Brötchen oder Brot vom regionalen Bäcker gewünscht, das würde das Frühstück für mich deutlich aufwerten.
Trotz dieses wirklich kleinen Kritikpunkts würde ich das Destinature Dorf jederzeit wieder als Unterkunft wählen.
Die ruhige Lage mitten in der Natur und die kurzen Wege zu den schönsten Wanderungen im NaturWanderPark delux machen das Destinature Dorf zu einer idealen Basis für ein verlängertes Wanderwochenende in der Südeifel.
Weitere Ausflugsziele rund um den NaturWanderPark delux
Auch wenn die Wanderwege natürlich im Mittelpunkt stehen: rund um den NaturWanderPark delux gibt es viele Orte, die deinen Wanderurlaub perfekt ergänzen. Ich finde, genau diese Mischung aus Natur und Kultur macht die Region so besonders. Nach einer Tour noch durch eine historische Altstadt zu schlendern oder den Tag auf einer Burg ausklingen zu lassen, gehört für mich einfach dazu.
Burg Neuerburg
- Schon während der Wanderung begleitet dich die imposante Burg Neuerburg immer wieder. Nach der Tour lohnt es sich, noch einmal in Ruhe hinaufzugehen und den Blick über die Stadt und das Enztal zu genießen. Die Ursprünge der Burg reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Auch wenn sie heute nicht mehr vollständig im ursprünglichen Zustand erhalten ist, vermittelt sie noch immer einen guten Eindruck von der Geschichte der Region.
Echternach: Luxemburgs älteste Stadt
- Nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt liegt Echternach, die älteste Stadt Luxemburgs. Ich mag den Ort besonders, weil er nach einer Wanderung genau das Richtige ist: gemütliche Cafés, kleine Gassen, historische Gebäude und jede Menge Atmosphäre. Besonders sehenswert sind die ehemalige Benediktinerabtei, die Basilika und der Marktplatz. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann den Besuch wunderbar mit einer Wanderung rund um den Echternacher See verbinden.
Mullerthal: Die Kleine Luxemburger Schweiz
- Wenn dir die Felsenlandschaften im NaturWanderPark delux gefallen haben, solltest du unbedingt auch das Müllerthal besuchen. Nicht umsonst wird die Region als „Kleine Luxemburger Schweiz“ bezeichnet. Spektakuläre Sandsteinfelsen, schmale Felspassagen, kleine Wasserfälle und urige Waldwege machen das Mullerthal zu einem der schönsten Wandergebiete Europas.
Burg Vianden
- Nur eine kurze Autofahrt entfernt thront die Burg Vianden hoch über dem Ourtal. Für mich gehört sie zu den beeindruckendsten Burgen Luxemburgs. Allein der Blick auf die mächtige Anlage lohnt den Abstecher. Und hier gibt es sogar einen Sessellift! den einzigen in ganz Luxemburg.
Naturparkzentrum Teufelsschlucht
- Wenn du mehr über die Entstehung der einzigartigen Felsenlandschaft erfahren möchtest, solltest du dem Naturparkzentrum einen Besuch abstatten. Hier werden die Geologie der Region sowie die Tier- und Pflanzenwelt anschaulich erklärt. Gerade wenn du mit Kindern unterwegs bist, ist das eine schöne Ergänzung zur Wanderung.
Häufige Fragen zum NaturWanderPark delux
Wie viele Wanderwege gibt es im NaturWanderPark Délux?
- Im grenzüberschreitenden Wandergebiet stehen mehr als 20 Premium-Rundwanderwege mit insgesamt über 400 Kilometern zur Auswahl.
Ist der NaturWanderPark delux auch für Anfänger geeignet?
- Ja. Neben anspruchsvolleren Touren wie dem Felsenweg 6 oder dem Neuer-Burg-Weg gibt es auch kürzere und leichtere Wanderungen. Wichtig ist, vorab Länge und Höhenmeter der jeweiligen Tour zu prüfen.
Wann ist die beste Reisezeit?
- Der NaturWanderPark delux ist das ganze Jahr über ein schönes Wanderziel.
Gibt es Einkehrmöglichkeiten?
- Ja und Nein! Vor allem in den umliegenden Orten wie Neuerburg, Ernzen oder Echternach gibt es Einkehrmöglichkeiten. Auf den Wanderwegen selbst solltest du jedoch ausreichend Getränke und Verpflegung dabeihaben und je nach Wochentag die Öffnungszeiten der Einkehrmöglichkeiten checken.
Sind Hunde erlaubt?
- Grundsätzlich ja. Hunde sind auf den Wanderwegen willkommen und sollten, insbesondere in Naturschutzgebieten sowie während der Brut- und Setzzeit, an der Leine geführt werden.
Mein Fazit zum NaturWanderPark delux
Der NaturWanderPark delux hat mich vor allem mit seiner Vielseitigkeit begeistert. Innerhalb weniger Kilometer wechseln sich spektakuläre Felslandschaften, stille Waldtäler, historische Burgen und aussichtsreiche Höhenwege ab. Genau das macht jede Wanderung zu einem neuen Erlebnis.
Der Neuer-Burg-Weg verbindet Natur und Geschichte auf besonders schöne Weise und bietet mit der Klettersteig-Variante sogar eine sportliche Ergänzung. Der Felsenweg 6 durch die Teufelsschlucht gehört für mich zu den beeindruckendsten Wanderungen der gesamten Eifel. Und wenn du einfach einmal abschalten möchtest, findest du auf der Nat’our Route 2 im mittleren Ourtal genau die Ruhe, die einen Wanderurlaub so besonders macht.
Wenn du abwechslungsreiche Premiumwanderwege, spektakuläre Sandsteinfelsen und ursprüngliche Natur liebst, solltest du den NaturWanderPark delux unbedingt auf deine Wanderliste setzen. Ich bin mir sicher, dass dich diese einzigartige Region zwischen Deutschland und Luxemburg genauso begeistern wird wie mich.

ÜBER MICH
Steffi Hetzel
Ich bin die Autorin dieses Reiseblogs und ich freue mich, dass Du auf meiner Seite nach Inspiration für deine nächste Reise suchst. Hier findest Du alles rund um das Thema Reisen, Wandern und Camping. Schau Dich um und finde Dein nächstes Abenteuer!
So richtig wohl fühle ich mich mit Wanderschuhen an den Füßen und einem gepackten Rucksack. Ich sitze natürlich auch mal auf der Couch, dann aber sicherlich in Begleitung einer Wanderkarte um die nächste Tour zu planen. Draussen war schon immer mein Zuhause. Als Reisebloggerin, Autorin und Wanderführerin liebe ich das Reisen und Wandern.
Diese Liebe möchte ich gerne mit Dir teilen und zeige Dir meine liebsten Wanderregionen nicht nur online, sondern nehme Dich als zertifizierte DWV Wanderführerin® auch mit auf naturnahe Wanderungen! Du hast Lust dabei zu sein?
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